Im Fluss

Beide Füße in kaltem Flusswasser. Es schwappt und schmeichelt und lockt und ich will hinein, hinein! Jede Faser meines Körpers will genau so umfangen sein: Kühl, weich, ganz und gar, unaussprechlich energetisiert, geschützt durch einen lodernden Kern.

Die Zehen verschwinden im Sand. Ich könnte weinen vor Glück. Die winterharte Kruste aus Warten und Haushalten löst sich von meiner Haut. Ich möchte zerspringen, ohne mich zu ängstigen. Einswerden mit dem Sonnenlicht, verbunden mit Allem, raus aus der Menschenhülle und schwimmen. Mein Herz schlägt in meinen Flanken. Ich denke an Ronja Räubertochters Frühlingsschrei und greife mit beiden Händen ins Wasser.

Zwischen den Fingern fließt das Aufgefangene wieder zurück zur Erde.

Ich spüre mich.

Ein Moment der Vollkommenheit.

 

 

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